Geboren im 3. Jahrhundert in Huesca (Spanien), gestorben am 22. Januar 304
in Valencia (Spanien).
Vinzenz von Saragossa ist der Erzmärtyrer von Spanien und wird als einer
der Schutzheiligen der Weinbauern verehrt. Um seine Gestalt ranken sich zahlreiche
Legenden. Während der Christenverfolgungen unter Spaniens Statthalter
Dacian erlitt er den Märtyrertod. Vinzenz war der Legende nach Diakon
des greisen Bischofs Valerius von Valencia in Spanien. Dacian, der Statthalter
von Valencia, verhaftete die beiden; der Bischof wurde in die Verbannung geschickt,
Vinzenz wurde auf das grausamste gemartert: man warf ihn nackt in einen dunklen
Turm, legte ihn mit zerdehnten Gliedern und von Haken zerrissen auf einen
glühenden Rost, schließlich starb er auf einem Glasscherbenlager;
dabei trösteten ihn Engel und machten ihm den Rost und das Marterbett
zu einem zarten Blumenlager. Aus Wut verweigerte der Statthalter die Beerdigung:
er solle von Hunden und Vögeln gefressen werden. Die Leiche, auf freiem
Feld den Tieren ausgesetzt, wurde aber von Engeln bewacht und von zwei Raben
verteidigt. Daraufhin wurde er in eine Ochsenhaut eingenäht und mit einem
Mühlstein beschwert ins Meer versenkt; die Wellen spülten ihn jedoch
an Land, wo er von einer frommen Witwe gefunden und bestattet wurde.
Insbesondere bei Weinbauern wird der heilige Vinzenz besonders verehrt. "Vinzenz Sonnenschein bringt Frucht und guten Wein", lautet ein alter Wetterspruch. Am Vinzenztag werden vielfach Märkte und Tanzfeste veranstaltet. Besonders die Winzer feiern an diesem Tag ihren Schutzpatron. An seinem Namensfest oder am folgenden Wochenende finden in einigen Orten Gottesdienste und Umzüge statt.